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Shell Eco-Marathon 2009

In der Planungsphase wurden etliche Überlegungen zum Konzept unseres Spritsparwagens gemacht: Motor vorne oder hinten? Hinterradlenkung? freistehende Räder?
Schlussendlich bevorzugten wir ein Layout mit verkleideten Rädern und Hinterradlenkung.
Mit Solidworks, einer 3D-Software, überträgt Jean-Jacques Zeimes die Designskizzen von Dean Gregorius in den Computer.
Mit dieser Software werden auch viele technische Komponenten wie z.B. die Hinterradlenkung optimiert.
Mit einem Prototyp wird die spezielle Lenkung und der Wendekreis in der Praxis getestet.
Hier wird ein Geber für die Position des Kolbens entwickelt.
Rund 160 vertikale Schnitte vom 3D-Modell werden am 21. März 2009 gedruckt.
Diese Papierschablonen werden auf Hartschaumplatten übertragen...
... und ausgeschnitten. Ab jetzt beginnt ein harter Wettlauf mit der Zeit, denn bis zum Event (Anfang Mai) bleiben nur anderthalb Monate!
So sieht das Resultat nach zwei Tagen Arbeit mit einem Dutzend Schülern aus.
Die einzelnen Platten werden zusammen geklebt...
... verspachtelt und verschliffen. So entsteht das Positivmodell im Maßstab 1:1.
Nun können die beiden Karosseriehälften mit Kohlefasergewebe laminiert werden.
Die Carbonfasern im Detail.
Die Karosserie ist grob verspachtelt und mit einer Kabinenhaube aus bruchfestem Lexan versehen.
Anne Reis, unsere Fahrerin, schleift den Karosseriespachtel.
Parallel zu den Schülern der Fachrichtung Kunst, welche die Karosserie bauen, arbeiten jene der Mechanik- und Elektrotechnikausbildung an den Innereien des Wagens.
Ein 25 ccm 4-Takt-Motor mit 1 PS Leistung dient als Basis für den Antrieb.
Frank Medinger entwickelte eigens für diesen Motor eine elektronische Benzineinspritzung.
Eine Nabenschaltung mit 13 Übersetzungen wurde auf eine spezielle Felge eingespeichelt.
Die Fräsarbeiten werden von den Schülern ausgeführt.
Schreck! Beim Tempern der Kohlefaser-Karosserie hat diese sich total verzogen und muss später manuell wieder gerichtet werden.
Nach dem Aufbringen einer schwarzen Grundfarbe werden die beiden Hälften angeschliffen. Sieben weitere Farbschichten werden in jeweils 3 bis 4 Arbeitsgängen bei Nordstad Carrosserie lackiert um ein bestmögliches Finish zu erreichen.
Bereiche die schwarz bleiben sollen werden präzise abgedeckt.
Ein erster Auftrag von Hellgrün metallic erfolgt und...
... nach der vierten Schicht sieht das Resultat so aus.
Nachdem die Namen aller am Projekt beteiligten Leute aufgeklebt wurden, wird Dunkelgrün mit einem Farbverlauf von hell nach dunkel aufgesprüht.
Alle Abdeckungen werden entfernt. Zum Schluss kommt matter Klarlack zum Einsatz.
Die Aufkleber unserer Sponsoren und 45 Sterne werden aufgeklebt.
PU-Schaum im Bug dient als Aufprallschutz.
Am 2. Mai kann eine erste Testfahrt im Schulhof erfolgen.
Fünf bar Benzindruck werden aufgebaut.
Ben Huwer, unser zweiter Fahrer, darf als Erster unsern fahrbaren Untersatz testen.
Nach der Pressekonferenz, die einen Tag vor der Abreise statt fand, wurde bis in die späte Nacht am Auto weitergearbeitet.
Eine eigens angefertigte Transportkiste dient auch als Arbeitstisch am Veranstaltungsort.
Nach rund 700 km Fahrt erreichen wir den EuroSpeedway und quartieren uns mit acht Schülern und vier Lehrern im Camping neben der Rennstrecke ein.
Für das Catering sorgte Kevin Linster bestens.
Bis spät in die Nacht hinein wurde am Fahrzeug geschraubt und gebohrt. Trotzdem konnten aus Zeitmangel keine Trainingsläufe mehr gefahren werden.
Endlich geht’s zur technischen Kontrolle...
... und zum ersten Mal auch eine Mannschaft aus Luxemburg
Endlich geht’s zur technischen Kontrolle...
... wo wir alle Tests auf Anhieb bestanden
Beim ersten Wertungslauf ist Anne am Steuer.
Frank Medinger und Georges Gloesener machen in der Boxengasse eine kleine Reparatur am Anlasser.
Raus auf die Rennstrecke...
... wo rund 200 andere Schulen und, vor allem, Universitäten sich tummeln.
Acht Runden à 3,2 km mussten mit einem genauen Timing abgespult werden.
Beim ersten der vier Läufe überhitzte der Motor nach drei Runden. Hier macht es sich bemerkbar, dass im Vorfeld keine Zeit mehr zum testen blieb.
Schnell wurde eine Belüftung nachgebaut und der „Green Stream“ drehte beim zweiten Lauf zuverlässig seine Runden. Sicherheitshalber wurde das Luft-Benzingemisch angefettet. Hier überholt Anne übrigens das spätere Siegerauto aus Frankreich.
Leider beendete ein defektes Freilaufritzel vom Anlasser den dritten Lauf nach fünf Runden. Schnell wurde ein neues angefertigt.
Beim letzen Lauf war der Motor besser eingestellt und Ben konnte mit einem Liter Benzin hochgerechnet 230 km weit fahren, was einem Verbrauch von nur 0,43 Liter auf 100 Kilometern entspricht! In der Endwertung reichte dies für einen sehr zufrieden stellenden 81. Gesamtrang. Das Ziel für unsere erste Teilnahme war somit absolut erreicht, auch wenn das wahre Potential des Wagens sicher noch nicht demonstriert werden konnte.
actualisée le 2010.05.12 — © Lycée des Arts et Métiers